Zoologische Gesellschaft Zürich


 

 

 

  

 

Die Vortragsserie im Herbstsemester 2016

 


Die Vorträge finden statt im Gebäude des

 

Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich,

 

Rämistrasse 74, Hörsaal RAI H-041. Beginn jeweils 18.15 Uhr.

 

 

 

 


Dienstag, 18. Oktober 2016 

 

Nichts Neues unter der Sonne: Tropische Saisonalitäten?

Prof. Carel van Schaik

Institut für Anthropologie, Universität Zürich

 

Die Tropen haben keinen Winter, und die immer-feuchten Tropen sogar keine Trockenzeit. Trotzdem sehen wir klare saisonale Schwankungen in der Erscheinung von neuen Pflanzenorganen, und damit auch im Nahrungsangebot für Tiere. Ich gebe eine Übersicht dieser Saisonalität in der Vegetation und ihrer Konsequenzen für die Tiere, inklusive deren Fortpflanzung.

 


Dienstag, 1. November 2016 

 

Am Puls des Lebens: Die Welt aus der Sicht wandernder Tiere

 

Dr. Kamran Safi

 

Max-Planck-Institut für Ornithologie, Radolfzell, Deutschland

 

Sämtliche biologischen Prozesse sind definiert durch Bewegung. Von Molekülen, die innerhalb Zellen bewegt werden, zu ganzen Arten, die zwischen Kontinenten wandern. In der Ökologie erlauben uns moderne Technologien zunehmend mit kleinsten Geräten grosse Mengen an Daten von Tieren in der Wildnis zu sammeln und sie auf ihren Wanderungen zu «begleiten». Dadurch erfahren wir wohin Individuen wandern, welche Ressourcen sie nutzen, wieviel Energie sie aufwenden und aufnehmen, wo sie krank werden, und letztlich auch wo sie sterben. Durch das Verständnis der Prozesse, die Tierwanderungen beeinflussen, sind wir in der Lage, besser zu verstehen wie sich unsere Welt verändert. Wir blicken heute schon voraus in eine neue Ära und fliegen mit Störchen, Gänsen und Adlern um die Welt.


 Dienstag, 15. November 2016          

 Insekten im Wechsel der Jahreszeiten

Prof. Wolf Blanckenhorn

 

Institut für Evolutionsbiologie & Umweltwissenschaften, Universität Zürich

 

In den gemässigten Breiten müssen alle Tiere irgendwie den Winter überleben - auch Insekten. Das Überwinterungsstadium variiert dabei sehr stark zwischen den Insektenarten, ist aber meist artspezifisch fixiert: entweder das Ei, die Larve, die Puppe, oder das erwachsene Tier. Entsprechend stark unterscheiden sich die notwendigen physiologischen Vorbereitungen für den Winter, sowie die äusseren Zeitgeber, die Überwinterung (auch Diapause genannt) induzieren (Tageslänge, Temperatur, etc.). Der Wechsel der Jahreszeiten beeinflusst letztlich auch das jahreszeitliche Vorkommen der Insekten, deren sogenannte Phänologie. Anhand von Beispielen werden Überwinterungsstrategien und Populationszyklen von einigen Insekten diskutiert, auch im Hinblick auf das sich verändernde Klima.

 


Dienstag, 29. November 2016

 

Fish and Chips – wandernde Forellen im Vierwaldstättersee

Philip Dermond

Institut für Fischökologie, EAWAG, Kastanienbaum

Die Seeforelle wurde in der Schweiz lange als bedrohte Art eingestuft. Es handelt sich hierbei aber nicht um eine eigene Art, sondern vielmehr um eine wandernde Form der atlantischen Forelle Salmo trutta, bei uns als Bachforelle bekannt. Ihr Lebenszyklus gleicht dem eines nahe verwandten, bei vielen besser bekannten Fisches. Wie der Lachs steigt die Seeforelle nämlich einmal im Jahr die Flüsse hinauf und laicht im Herbst in demjenigen Gewässer, in dem sie geboren wurde. Danach tritt sie ihre Wanderung zurück in den See an. Die Jungfische verbringen den Anfang ihres Lebens im Bach, bevor sich einige im Frühling ebenfalls entscheiden, in den See zu wandern. Dieser Vortrag zeigt am Beispiel der Popula­tionen im Vierwaldstättersee auf, wie Forscher diese Bewegungen verfolgen und welche Faktoren dieses saisonale Verhalten der Fische potentiell beeinflussen können.

 

 


Dienstag, 13. Dezember 2016

Die Überraschung ist aufgelöst:

Der Preisträger 2016 heisst: Markus Borner

 

Er wird bei uns über folgendes Thema reden: «Elephantenpfad gegen Autobahn - Naturschutz in Afrika»."

 

 

Die Preisverleihung an Prof. Markus Borner feiern wir anschliessend an den Vortrag gemeinsam mit einem Apéro vor dem Hörsaal.

 


 

 

Zoologische Gesellschaft Zürich    www.zgzh.ch